Theaterstück „Schluss mit Gott. Eine Tragödie zum Zedersitzer Mord“ − drei weitere Aufführungen im Herbst

Plakat Schluss mti Gott Herbst 2022 web

Es ist ein Theaterstück das kein Blatt vor den Mund nimmt. 19 Männer und Frauen aus unserer Region nehmen Sie mit durch die Jahrhunderte, stellen sich Tod und Teufel und fragen schonungslos ehrlich, welche Rolle der Glaube heute noch spielen kann. Musikalisch umrahmt wird das Theater vom Kirchenchor Wonsees unterstützt von weiteren Sängerinnen und Sängern.

Am 21. Februar 1628 töteten kaiserliche Soldaten in Zedersitz 15 Männer. Anschließend plünderten die Soldaten Zedersitz und Schirradorf und vergewaltigten die Mädchen und Frauen dort. 14 der getöteten Zedersitzer wurden in einem Massengrab neben dem Kirchturm beerdigt. An der Stelle des Massengrabes steht heute ein Denkmal. Es erinnert nicht nur an den Tod von 15 Zedersitzer Männern, sondern auch daran, was Menschen einander antun können, wenn der Krieg alle Hemmungen und jedes Mitgefühl vernichtet hat.
Rund 300 Jahre später schreibt Pfarrer Pfister in Wonsees ein Theaterstück über dieses Ereignis. Im Zentrum seines Stücks steht die Rolle, die der Glaube dabei spielt, einerseits als Vorwand und Grund für den Krieg überhaupt, andrerseits als Anker für die unter den Gräueln des Krieges und der Pest leidenden Menschen.
Abermals rund 100 Jahre später greift das Pfarrerehepaar Städtler-Klemisch den Stoff auf und kreiert daraus ein neues Werk. In ihrem Stück „Schluss mit Gott. Eine Tragödie zum Zedersitzer Mord“ versucht eine Gruppe engagierter Menschen, das alte Stück von Pfarrer Pfister neu aufzuführen. Dabei muss sie sich nicht nur mit den Ereignissen damals und dem Glauben der Menschen damals auseinandersetzen, sondern auch mit persönlichen Schicksalsschlägen und ihrem eigenen Glauben.

Aufgrund des spektakulären Erfolgs der ersten drei Aufführungen, wird es drei weitere geben!

Termine:

  • Donnerstag, 29.9., 19.00 Uhr
  • Freitag, 30.9., 19.00 Uhr
  • Sonntag, 2.10., 19.00 Uhr

Ort: Steinsaal der Burg Zwernitz (Sanspareil 29, 96197 Wonsees)

Eintritt: 10,-- Euro

Der Kartenvorverkauf:

Karten können Sie hier online reservieren
oder persönlich oder telefonisch im Pfarramt


Konzertreihe Orgel & Mär

Programmmusik für Orgel steht im Fokus der diesjährigen Orgelreihe im Dekanatsbezirk Thurnau – sonntagabends von Pfingsten, 5. Juni bis zum 7. August. Es kommen Werke zur Aufführung, denen ein Thema, eine Geschichte oder biblische Erzählung zugrunde liegen. Und so werden die Kompositionen nicht nur für sich alleine stehen, sondern mit Wort, Bild und Tanz in Beziehung gesetzt werden. Hochkarätige Organisten und andere Musiker sind zu Gast und präsentieren wieder die vielfältige Orgellandschaft unseres Dekanats. Neben einem Kinderorgelkonzert in Hutschdorf können auch in diesem Jahr einige Veranstaltungen in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk stattfinden, welches die Reihe „Kirchen erzählen Geschichten“ in diesem Sommer fortsetzt. Beachten Sie daher, dass vor den Konzerten in Krögelstein und Buchau auch Kirchenführungen angeboten werden.

Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, alle Spenden werden für die Finanzierung der Veranstaltungsreihe verwendet. Alle Termine und aktuelle Informationen sind unter www.dekanat-thurnau.de/news-termine/ einsehbar.

Alle Termine auf einen Blick:

  • 05.06., 18 Uhr – Thurnau, Laurentiuskirche: Pulchra es – das Hohelied der Liebe
  • 12.06., 18 Uhr – Peesten, Marienkirche: Noahs Arche
  • 19.06., 18 Uhr – Wonsees, Laurentiuskirche: Der kleine Prinz
  • 26.06., 18 Uhr – Krögelstein, Pfarrkirche: Tanz, Swing, Lebensfreude
  • 03.07., 17 Uhr – Hutschdorf, Johanneskirche: Die Kirschin Elfriede – ein Kinderorgelkonzert
  • 10.07., 18 Uhr – Weismain, Christuskirche: Einzug der Königin – Festkonzert der neuen Heintz-Orgel
  • 17.07., 16 Uhr – Kasendorf, Kilianskirche: Hiob
  • 24.07., 18 Uhr – Buchau, Michaelskirche: Hirtenwonne und Donnerwetter
  • 31.07., 18 Uhr – Berndorf, Friedenskirche: David & Goliath und andere Geschichten
  • 07.08., 18 Uhr – Azendorf, Johanneskirche: Ein Männlein steht im Walde

Berührend und aufbauend − Konzert mit Clemens Bittlinger am 22. Mai 2022

Am Sonntag, dem 22. Mai 2022, gastierte der Rockpfarrer Clemens Bittlinger in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees.

Clemens Bittlinger wusste, was sein Publikum nach über zwei Jahren Pandemie braucht - Erbauung. Mit Liedern aus seinen Alben »Bleibe in Verbindung« und »Leih mir deine Flügel« berührten und erbauten Clemens Bittlinger und seine Begleiter, Adax Dörsam und David Kandert, ihr Publikum. Nicht nur die 100 Gäste, die in die Wonseeser Kirche gekommen waren, sondern auch die Musiker selber wurden von der besonderen Atmosphäre ergriffen. »Es war etwas Besonderes, heute bei euch zu singen«, verabschiedeten sich die Musiker.

Mit einer Mischung aus Humor und Ernst, Schwermut und Leichtigkeit führte Bittlinger durch den Abend, an dem er neben seinen Lieder auch einige Texte vortrug, z.B. Poetry Slams darüber, ob Kleider wirklich Leute machen oder es Engel gibt. So klug wie seine Poetry Slams waren auch seine Liedtexte, die Bittlinger den Menschen direkt ins Herz singen kann. Sein auf den Ukraine-Krieg hin aktualisiertes Lied »Frieden für das Land« sprach eine tiefe Sehnsucht aus. Die Lieder »Jemand streicht um's Haus« und »Amazing grace – von Gnade singt« eröffneten dem Publikum den Himmel und stärkten es gleichermaßen für das Leben hier unten.

Begleitet wurde Bittlinger von Adax Dörsam und David Kandert. Adax Dörsam beherrscht über 70 Saiteninstrumente. Während des Konzertes begeisterte er das Publikum u.a. mit den Klängen der Saz Baglama. Der Multi-Instrumentalist David Kandert beeindruckte mit den Klängen der Handpan, »einer Mischung aus Weber-Grill und UFO«, wie Clemens Bittlinger scherzte.


Spektakuläre Uraufführung
»Schluss mit Gott« begeistert und regt zum Nachdenken an

Am Freitag, dem 29. April, fand vor ausverkauften Rängen in der Burg Zwernitz in Sanspareil die Uraufführung des Theaterstücks »Schluss mit Gott. Eine Tragödie zum Zedersitzer Mord« statt.

Zum 300. Jahrestag des sog. »Zedersitzer Modes«, bei dem während des Dreißigjährigen Krieges 15 Männer der Ortschaft Zedersitz von kaiserlichen Soldaten brutal getötet wurden, schrieb der Wonseeser Pfarrer Hans Pfister ein Theaterstück. »Schluss mit Gott« erzählt davon, wie eine Gruppe engagierter Menschen dieses 100 Jahre alte Theaterstück heute neu aufführen will. Dabei muss sie sich nicht nur mit den Ereignissen damals und dem Glauben der Menschen damals auseinandersetzen, sondern auch mit persönlichen Schicksalsschlägen und ihrem eigenen Glauben. Verfasst wurde »Schluss mit Gott« von dem Pfarrehepaar Anna Städtler-Klemisch und Daniel Städtler.

Samuel Dupke als Johannes und Tanja Wölfel als Susanne
Samuel Dupke als Johannes und Tanja Wölfel als Susanne


In den Hauptrollen begeisterten u.a. Tanja Wölfel als Susanne und Samuel Dupke als Johannes. Die gemeinsamen Proben beginnen, ihre Beziehung zu belasten, als das Stück sie dazu anregt, zum ersten Mal über Glaube und Religion zu sprechen. Das Stück hält sich nicht mit Klischees auf. Stattdessen treffen die persönlichen Glaubenserfahrungen von Susanne und die berechtigte Kritik von Johannes hart aufeinander. Frau Wölfel und Herr Dupke boten Schauspielkunst auf höchsten Niveau. Als Susanne nach einem Schicksalsschlag auf der Bühne in Tränen ausgebrochen ist, kämpfte auch das Premieren-Publikum mit seinen Emotionen und wischte sich die feuchten Augen ab. Zurecht erhielten die beiden nach dem Stück langanhaltenden Applaus.

Sven Bergmann stellte in seiner Rolle als Andreas den Gegenpol zu seinem besten Freund Johannes dar. Andreas geht mit Leichtigkeit und Freude durchs Leben. Seine Kommentare und lustigen Sprüche, die Sven Bergmann treffsicher dargeboten hat, sorgten selbst in den traurigsten Szenen für Lacher im Publikum. Andreas ist niemand, dem man seine Witze übelnehmen kann, vor allem nicht, da Sven Bergmann die Liebe, die Andreas für die anderen Protagonisten empfindet, so überzeugend gespielt hat. Umso ergriffener war das Publikum dann, als selbst der lustige Andreas verstummt ist.

Samuel Dupke als Mesner Beckenkarl und Gustav Laaser als Pfarrer Samstag

Samuel Dupke als Mesner Beckenkarl und Gustav Laaser als Pfarrer Samstag

Gustav Laaser glänzte in insgesamt drei Rollen. Als Lorenz wollte er zusammen mit Susanne, Johannes und Andreas das alte Stück neu aufführen. Als der alte Herr Rauscher und als Pfarrer Samstag brillierte er in den Szenen aus Pfisters Stück. Lorenz und Rauscher bringen Besonnenheit in die Konflikte, die sich auf der Bühne zutragen. Die Zerrissenheit, die Pfarrer Samstag empfindet, als er die Zedersitzer Männer beerdigt, spielt Herr Laaser so eindrücklich, dass sie dem Publikum lange nachgehen wird. Ohne Über- oder Untertreibung und vor allem ohne erhobenen Zeigefinger stellt Samstag klar, warum sich an der Religion die Geister scheiden. Sein Mesner bittet Pfarrer Samstag daraufhin zu schweigen, weil seine Reden den Anwesenden Angst machen. Als Zuschauer möchte man sich dem anschließen. Man spürt, dass Samstag recht hat. Er spricht zeitlose, aber unbequeme Wahrheit aus. »Schluss mit Gott« ist ein Theaterstück, das kein Blatt vor den Mund nimmt.

Johanna Schrüfer überzeugte in der Rolle der Oma Annie. Oma Annie ist die gute Seele, die die ganze Gruppe zusammenhält. Die Weisheit und Lebenserfahrung dieser Frau sowie den festen Glauben, der sich in vielen schweren Stunden bewährt hat, nimmt man Frau Schrüfer zu jeder Zeit ab. Als es auf der Bühne zu einer überraschenden Wendung kam, machte sich sogar Unruhe im Publikum breit. Das Publikum war verunsichert, ob es sich um Schauspiel oder Realität handelte.

Das Stück setzte hohe Ansprüche an die Inszenierung. Da sich Szenen aus Pfisters Stück mit Szenen aus der Gegenwart abwechseln, musste sichergestellt werden, dass die Zuschauer je und je wissen, ob sich das Geschehen gerade im Dreißigjährigen Krieg oder der Gegenwart zuträgt. Dies gelang aber zu jeder Zeit. Dazu halfen clevere Requisiten, die klare Unterscheidung zwischen der antiquierten Sprache des 17. Jahrhunderts und der modernen Sprache der Neuzeit sowie die Rolle von Martina Hacker. Frau Hacker spielte die Regisseurin, die Susanne, Johannes, Andreas und die anderen anleitete, Pfisters Stück noch einmal auf die Bühne zu bringen. Die kurzen, aber wichtigen Auftritte der Regisseurin markierten immer den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die echten Tränen, die Frau Hacker während des Höhepunktes des Stücks vergoss, zeugen ebenso sehr von Ihrer Schauspielkunst wie von der Ihrer Kolleginnen und Kollegen.

In weitere Rollen waren zu sehen:

Detlef Gasthuber als Clemens und Soldat
Thomas Schmeußer als Lenhard und Soldat
Marius Münch als Nikol und Soldat
Johannes Weggel als Hansjörg und Soldat
Sebastian Stiller als Hans Gareiß und Soldat
Wolfgang Schleicher als Paul Pfändner und Soldat
Holger Münch als Oberst Hebron
Hubert Linz als Leutnant
Thomas Hacker als Offizier des Spähtrupps
Regina Pfändner als 1. Frau
Jutta Schoberth als 2. Frau
Katrin Voit als 3. Frau
Anja Maier als 4. Frau

Das gesamte Ensemble

Das gesamte Ensemble

»Schluss mit Gott« ist wahrlich kein Bauerntheater. Mit großem Ernst, aber ohne Pathos oder moralischer Überhöhung stellt das Stück die Frage, welche Bedeutung Glaube und Religion in der Gegenwart spielen können. Die Antwort ist dabei nicht von Anfang an vorgegeben. Die Protagonisten reifen im Laufe des Stücks. Am Ende wird ihnen bewusst, dass es ein versöhntes Miteinander unterschiedlicher Auffassungen geben kann − eine Erkenntnis, die leider zu spät kommt.

Die wahre Regisseurin des Stücks »Schluss mit Gott« war natürlich Angela Lang. Pfarrer Städtler erläuterte in seiner Begrüßung kurz die Geschichte des Projektes. Das Projekt begann 2019 auf Anregung von Frau Lang, die sich wünschte, dem Wonseeser Kirchenchor mehr von der Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die ihm gebührt. Sie wollte darum ein Theaterstück auf die Beine stellen, bei dem Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores mitspielen und das immer wieder von Liedern des Chores begleitet wird. In der Folgezeit kümmerte sich Frau Lang mit unermüdlichem Einsatz um das ganze Projekt. Sie brachte interessierte Ehrenamtliche zusammen, setzte Probentermine an, hielt das Projekt über die Pandemie am Leben, indem sie mit den Schauspielerinnen und Schauspielern ein Hörspiel aufnahm, und sorgte letztendlich für die spektakuläre Uraufführung am 29. April. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sagten im Anschluss: »Was wir heute gesehen haben, haben wir Frau Lang zu verdanken. Frau Lang hat uns pausenlos motiviert und dafür gesorgt, dass wir immer besser werden.«

Das Ziel des »Chorprojektes« hat Frau Lang erreicht. Nicht nur die Uraufführung, auch die Vorstellungen am 30.4. und 1.5. waren binnen weniger Tage ausverkauft. Die Rückmeldungen der Premierengäste waren ebenfalls eindeutig. Eine derartiges Stück und eine solche Kombination von Theater und Chor hat es im Laienbereich noch nie gegeben. Der Kirchenchor, der von Sängern des »Liederkranz« Hollfeld unterstützt wurde, nahm das Publikum mit seiner Mischung von fröhlichen, nachdenklichen und trotzigen Liedern mit auf die emotionale Reise, auf die sich die Protagonisten auf der Bühne befanden.

Die Aufführung hätte ebenso auf den großen Bühnen der Staatstheater stattfinden können. »Schluss mit Gott« hat begeistert, bewegt und zum Nachdenken angeregt. Das Publikum wird noch lange erzählen, was Frau Lang mit ihrem Kirchenchor Wonsees geschaffen hat.


19. November 2021: Konzert der Don Kosaken Serge Jaroff®

Das bereits für vergangenes Jahr geplante Konzert des Don-Kosaken-Chores Serge Jaroff® konnte am 19. November 2021 endlich stattfinden.

Vor über 100 Jahren gründete der russische Offizier Serge Jaroff in einem Internierungslager in Istanbul einen kleinen Chor bestehend aus anderen Offizieren der Don-Kosaken-Division, um mit Liedern aus der Heimat die Moral aufrechtzuerhalten. Noch während ihrer Kriegsgefangenschaft entwickelte sich daraus ein professioneller Chor, der bald nach ihrer Freilassung auf Tournee durch Europa und Amerika ging. Jaroff leitete und dirigierte den Chor bis zu seinem Tod 1988. Anschließend übernahm Wanja Hlibka, ein langjähriges Chormitglied die Leitung. Inzwischen ist der Chor aus unzähligen Fernsehsendungen und CD-Einspielungen bekannt. Der Erfolg des Don-Kosaken-Chores Serge Jaroff® sorget dafür, dass sich in den letzten 70 Jahren viele weitere Don-Kosaken-Chöre gründeten.

2021 11 19 Konzert Don Kosaken 01

Am 19. November trat der Chor in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees auf. Die 2G-Regel, die für den Chor ebenso wie für das Publikum galt, sorgte dafür, dass das Konzert trotz der heiklen pandemischen Lage möglich war. Die professionellen Sänger begeisterten das Publikum durch ihre musikalische und stimmliche Bandbreite. Vom einem Bass, dessen Brummen die ganze Kirche vibrieren ließ, bis zu einem engelsgleichen Tenor war alles dabei. Die russischen Kirchen- und Volkslieder beten eine Mischung aus Melancholie und Euphorie, die bewegte und begeisterte. Als einige Solisten scherzhaft die Aufführung störten, indem sie zeigten, wie lange sie in der Lage sind, Töne zu halten, gab es ebenso langanhaltenden Applaus.


Bericht (Text) in der „Frankenpost“ zu dem Kabarett mit den Avantgardinen in der St.-Laurentius-Kirche am 28. September 2019:

September 20219: Avantgardinen: Lacher in St. Laurentius

Vier Damen zauberten in Wonsees musikalisches Frauenkabarett auf die Bühne. Klar, dass dabei vor allem die Männer ihr Fett weg bekamen.

Wonsees - Sie sind musikalisch, redegewandt, schlüpfen blitzschnell in neue Rollen und sind bewusst ein bisschen albern: die vier Avantgardinen, drei Pfarrersfrauen und eine Pfarrerstochter, sorgten in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees nicht nur für ein volles Haus mit 200 Besuchern, sondern auch für einen herzerfrischenden und vergnüglichen Abend. Sonst sind sie zu siebt, diesmal beglückten sie die Zuschauer als Quartett voller weiblicher Power. Die Avantgardinen zeigten Kabarett mit jeder Menge Feingefühl, Slapstick - und dazwischen konzertante Unterhaltung. Mit Pointen zum Veranstaltungsort, "der Kirchenvorstand ist ja richtig toll im Ehrenamt", dem Dorf, "wo die Milchkönigin wohnt und man kein Schloss findet" und dem Handy als Objekt der Begierde, "ich hasse es, komme aber ohne nicht aus".

2019 09 28 Konzert Avantgardinen 012019 09 28 Konzert Avantgardinen 022019 09 28 Konzert Avantgardinen 03
2019 09 28 Konzert Avantgardinen 04 2019 09 28 Konzert Avantgardinen 05

Köstlich waren auch die Tipps zur idealen Arbeitseinteilung, wenn zu Weihnachten die "ganze Bagaasch" kommt. Dazwischen gab es immer wieder eine Portion Rock und Pop, es kam keine Spur von Langeweile auf. Putzen war ein großes Thema, die Avantgardinen meinten, "wenn Männer das Bad putzen ist es fast wie Autowäsche", und warben mit "Kochen ist Liebe". Um Geld für Instrumente zu sparen, spielte man schon mal zu zweit auf einem Cello - das übrigens vorzüglich. Und ließ später mit dem Gstanzl  "Was braucht denn a älterer Mensch" Hoffnung auf einen schönen Lebensabend zu. Interessante Ratschläge gleichfalls beim Sketch "50 plus", "Wenn Sie das richtig hinkriegen, verstummt selbst ein Macho". Und hängten den Ohrwurm "Atemlos durch die Nacht" dran. Schön auch die umgetexteten Schlagersongs mit dem Gespür für den Zustand der Welt und die eigene seelische Verfassung. Katharina Schiller sprang gekonnt vom Hochdeutschen ins Mittelfränkische, Christine Truchseß-Sudermann couragiert, forsch und mit einem hörenswerten Sopran ausgestattet, brachte ständig Bewegung und Schwung in die Szenen. Ursula Dollinger am Piano war der ruhende Pol im Hintergrund, und ohne Christel Opp kann man sich die Avantgardinen schwer vorstellen. Am Cello, E-Bass und Saxophon brillierte die studierte Musikerin, ihre Textbeiträge hatten Qualität. Die Erwartungen in Wonsees wurden übertroffen, weshalb der Beifall ausgiebig und von langer Dauer war.


Mai 2018: Konzert mit Clemens Bittlinger

Über 170 Menschen drängten sich am Sonntag, dem 27. Mai, in die Laurentiuskirche für das Konzert des Jahres. Clemens Bittlinger und seine Musiker, David Kandert und David Plüss, spielten ihr Programm „unerhört“.

2018 05 27 Konzert Bittlinger 01Bittlinger und seine Musiker begeisterten die Konzertbesucher. Sie begeisterten mit ihrer Musik. Hier kam nichts vom Band. Alles war echte, handgemacht Musik. Immer wieder verblüffte David Kandert die Menschen mit seinen herausragenden Solos an den Percussions. Sie begeisterten aber auch mit ihren Liedtexten. Bei Bittlinger lohnt es sich hinzuhören. Ob er nun auf die Verödung der Marktplätze und Innenstädte eingeht oder vor dem „lieben Frieden“ warnt, der doch kein Frieden ist - Bittlinger hat etwas zu sagen. Zuletzt begeisterten sie auch durch ihre Moderationen. Witz und Ernst wechselten sich ab. Immer wieder brachen alle Besucher in schallendes Gelächter aus, wenn Bittlinger einen Witz erzählte. Immer wieder wurde es still, wenn er Trauriges und Unerhörtes ansprach. Bittlinger ermunterte die Konzertbesucher bspw., lieben Menschen öfter zu sagen, was sie einem bedeuten. Außerdem brachte er den Konzertbesuchern nahe, wie großartig Gott ist und betete mit ihnen.

Bei seinem Lied „Aufstehn, aufeinander zugehn“ hielt es keinen mehr auf den Kirchenbänken. Von da an standen die Konzertbesucher und sagen lauthals Bittlingers Lieder mit.

2018 05 27 Konzert Bittlinger 02

Nach dem Konzert versammelten sich die Besucher auf dem Platz um die Kirche zu Getränken und Häppchen.
Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die bei der Organisation, dem Aufbau und der Durchführung des Konzerts geholfen haben!

Termine


Wonsees:
St.-Laurentius-Kirche Wonsees

Thurnau:
St.-Michael-Kirche Trumsdorf

Wonsees:
St.-Laurentius-Kirche Wonsees

Wonsees:
St.-Laurentius-Kirche Wonsees

Tageslosung

Ich halte mich zu allen, die dich fürchten und deine Befehle halten.
Philippus fragte den Kämmerer: Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.

Online-Spende

Spendenkonto: IBAN: DE34 7706 9739 0000 3134 24
Kirchgeld: IBAN: DE14 7706 9739 0100 2158 30
Rechnungen/Gebühren/Sonstiges: IBAN: DE67 7706 9739 0000 2158 30
BIC: GENODEF1THA Raiffeisenbank Thurnauer Land eG